Schliessen

Nationalpark Hohe Tauern
Zentrum der Artenvielfalt

Allernannsharnisch, Tintenfischpilz, Totengebeinflechte, Klosterfrau, Sibirische Keulenschrecke und Zwergspitzmaus – sie alle sind im Nationalpark Hohe Tauern zu Hause. Und noch viele mehr. Insgesamt sind rund 10.700 Tier-, Pflanzen- und Pilzarten im Nationalpark Hohe Tauern bekannt und in der so genannten „Biodiversitäts-Datenbank“ verzeichnet.

Die Biodiversitäts-Datenbank ist eine Art Buchhaltung des Naturkapitals im Nationalpark Hohe Tauern. Seit dem Jahr 2000 werden in Zusammenarbeit mit dem Salzburger Haus der Natur alle Nachweise und Fundorte der vielen Arten im Nationalpark gesammelt und zentral registriert. Rund 200.000 Einträge zu Vorkommen, Ökologie und Gefährdung der im Nationalpark heimischen Tier- und Pflanzenarten, sind so im Laufe der Jahre zusammengekommen. Eine Bilanz des Naturkapitals des Nationalparks ist so jederzeit möglich und offenbart die einzigartige Welt des Nationalparks: Er ist ein besonderer Überlebens- und Rückzugsraum bedrohter Arten, in dem sich Evolutions-Prozesse ungestört entwickeln können und so das Überleben vieler alpiner Arten sichern helfen.

Im Rahmen der Initiative „Lila liebt grün“ unterstützt Milka die Biodiversitäts-Datenbank des Nationalparks Hohe Tauern mit finanziellen Mitteln und hilft so, die Artenvielfalt auch für nachfolgende Generationen zu schützen.

Der Nationalpark Hohe Tauern beheimatet alle charakteristischen Pflanzengesellschaften und Tierarten der Ostalpen darunter auch eine Reihe von Hochgebirgsspezialisten und endemische Arten, die in ihren Vorkommen auf enge Bereiche Europas oder der Alpen beschränkt sind. Insgesamt resultiert aus der klimatischen, geologischen und landschaftlichen Vielfalt der Region eine besondere Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten.

Bekannte und unbekannte Vielfalt

Unser Kenntnisstand über Vorkommen und Verbreitung einzelner Arten in den Hohen Tauern ist je nach Organismengruppe unterschiedlich. Beispielsweise wurden bisher 114 Brutvogelarten und 52 Säugetierarten dokumentiert. Unter den Insekten sind nur wenige Gruppen ähnlich gut dokumentiert. Während wir wissen, dass über 1.500 Schmetterlings-, 32 Libellen- und 41 Heuschreckenarten in den Hohen Tauern vorkommen, kann für andere Insektengruppen die Artenzahl nicht einmal annähernd geschätzt werden. Die Zahl der im Gebiet vorkommenden Farn- und Blütenpflanzen wird auf rund 1.300 geschätzt. In Summe kann man davon ausgehen, dass rund ein Drittel aller in Österreich vorkommenden Arten auch in den Hohen Tauern vorkommt also wahrscheinlich zwischen 15.000 und 20.000 Tierarten, etwa 3.500 Pflanzenarten (inkl. Flechten und Algen) sowie an die 4.000 Pilzarten.

Einzigartig im wahrsten Sinne …

Unter Endemiten versteht man Pflanzen- oder Tierarten, die weltweit nur in einem räumlich relativ eng umgrenzten Gebiet vorkommen wie z.B. nur in Österreich oder nur in den Ostalpen. Die Fläche des Nationalparks Hohe Tauern ist trotz seiner beachtlichen Größe von über 1.800 km² zu klein, um echte Nationalpark-Endemiten, die nur im Nationalpark Hohe Tauern vorkommen, zu beherbergen. Außerdem hat die vollständige Vergletscherung der Hohen Tauern während der Eiszeiten die Entwicklung klassischer Reliktendemiten verhindert. Eine Ausnahme stellt die Alpen-Schotenkresse (Braya alpina) dar. Ihre Verbreitung konzentriert sich fast ausschließlich auf die Hohen Tauern. Das Verbreitungsgebiet anderer Ostalpen-Endemiten liegt zu einem wesentlichen Teil im Nationalpark Hohe Tauern. Der Weißpunktierte Mohrenfalter (Erebia claudina) z.B. ist der einzige Tagfalter, der ausschließlich in Österreich vorkommt. Sein Areal umfasst den östlichsten Teil des Alpenbogens und reicht in westlicher Richtung auf der Südseite der Hohen Tauern bis in die Gegend von Mallnitz und nördlich des Tauernhauptkammes bis ins Großarltal.

Der Allermannsharnisch (Allium victorialis) wird oft auch Bergknoblauch genannt. Er ist sozusagen der „alpine Bruder“ von Küchenzwiebel und Knoblauch. Außerdem ist er vermutlich die bestaussehndste Lauchart der Alpen, die in Bergwiesen wunderschöne Bestände ausbilden kann.

Der Tintenfischpilz (Clathrus archeri) fällt durch den an die Arme eines Tintenfisches erinnernden Fruchtkörper und den intensiven Aasgeruch, mit dem Fliegen und Käfer anlockt, auf. Man vermutet, dass dieser Pilz ursprünglich in Australien und Neuseeland beheimatet war und vermutlich mit Truppentransporten während des Ersten Weltkrieges nach Europa gelangte.

Die Sibirische Keulenschrecke (Gomphocerus sibiricus) erinnert mit ihren auffällig verdickten Vorderbeinen ein wenig an „Popeye den Seemann“. Sie ist eine er am häufigsten Heuschreckenarten der Alpinstufe und - wie ihr Name schon sagt - nicht nur in den Alpen sondern auch in den asiatischen Kältesteppen verbreitet.

Artenvielfalt

„Lila liebt Grün“ Die Milka Initiative für Artenvielfalt im Nationalpark Hohe Tauern

Seit 2007 kooperiert Milka mit dem Nationalpark Hohe Tauern, um gemeinsam Bewusstsein für diesen wichtigen Lebensraum zu schaffen. 2016 wurde die Zusammenarbeit auf weitere drei Jahre verlängert. Im Mittelpunkt der Kooperation stehen der Schutz und Erhalt des Lebensraumes Almen und der damit verbundenen Artenvielfalt.

Mit der Initiative „Lila liebt Grün“ möchten Milka und der Nationalpark Hohe Tauern das Bewusstsein für die vielseitigen Natur- und Lebensräume im Nationalpark Hohe Tauern schärfen und zum Schutz der Artenvielfalt beitragen, um diese auch für kommende Generationen bewahren zu können. Denn gerade die vielen tausenden verschiedenen Tier- und Pflanzenarten machen den Nationalpark Hohe Tauern so einzigartig.

Mit dieser Plattform gewährt Milka Familien und Naturfans einen kleinen Einblick in die vielfältige Welt des Nationalparks. Informativ, spielerisch und interaktiv kann so die Natur und Artenvielfalt von zu Hause entdeckt werden.

Taucht ein in den einzigartigen Naturraum mit seinen über 11.000 Tier-, Pflanzen- und Pilzarten und unterstützt „Lila liebt Grün“!

Jetzt mitmachen
Um die Webseite optimal gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwendet Mondelez Europe Services GmbH – Zweigniederlassung Österreich Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen erhalten Sie unter Cookies Policy und Datenschutz.